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Private Label

Kosmetik als Eigenmarke herstellen lassen: Private Label aus Andalusien

Sie bringen die Markenidee mit. Wir koordinieren Rezeptur, Verpackung und Produktion mit Herstellern in Andalusien, Schritt für Schritt und mit Ihrer Freigabe.

Kurz gesagt

Private Label bedeutet: Ein Hersteller fertigt das Produkt, Sie verkaufen es unter Ihrer Marke.

Die Kosten setzen sich aus Rezeptur, Unterlagen, Verpackung, Produktion und Logistik zusammen, nicht nur aus einem Stückpreis.

Wer unter eigener Marke verkauft, kann nach EU-Recht zur verantwortlichen Person werden.

01

Bestehende Basisrezepturen

Der Start mit bestehenden Rezepturen hält Entwicklungszeit und Aufwand überschaubar.

02

Andalusischer Charakter

Olive, Feige und Orangenblüte können Ihrer Linie eine klare Herkunftsgeschichte geben.

03

Klare Freigaben

Jeder Schritt endet mit Ihrer schriftlichen Freigabe, bevor der nächste beginnt.

04

Regulatorischer Überblick

Sicherheitsbericht, CPNP-Meldung und Kennzeichnungspflichten werden von Anfang an eingeplant.

01

Briefing

Zielgruppe, Produktarten, Preisrahmen, geplante Mengen und Vertriebskanäle.

02

Rezeptur und Muster

Auswahl oder Anpassung einer Rezeptur; Sie testen Muster und geben frei.

03

Verpackung und Etikett

Behälter, Gestaltung und die Pflichtangaben auf dem Etikett nach Artikel 19 der EU-Kosmetikverordnung.

04

Sicherheitsbewertung und Meldung

Sicherheitsbericht durch eine qualifizierte Sicherheitsbewerterin oder einen qualifizierten Sicherheitsbewerter, Produktinformationsdatei und CPNP-Meldung vor dem Verkauf.

05

Produktion und Lieferung

Herstellung, Qualitätskontrolle und Versand in Ihr Lager.

Was sind Private-Label-Produkte?

Private Label bedeutet, dass ein Hersteller Pflegeprodukte fertigt, die Sie unter Ihrer eigenen Marke verkaufen. Sie entscheiden über Name, Gestaltung und Sortiment; die Rezeptur stammt aus dem Portfolio des Herstellers oder wird für Sie angepasst.

Davon zu unterscheiden ist die Lohnherstellung einer vollständig neuen Rezeptur. Sie dauert länger, weil Entwicklung, Stabilitätsprüfung und Sicherheitsbewertung bei null beginnen. Für die meisten neuen Marken ist eine angepasste bestehende Rezeptur der praktikablere Start.

Welche Produkte eignen sich für den Start einer Private-Label-Linie?

Produkte mit überschaubarem Aufwand bei Rezeptur und Verpackung: Olivenölseife, Duschgel und Shampoo in Standardflaschen, Körperlotion und Gesichtscreme. Geschenksets kombinieren mehrere davon.

Feste Olivenölseife ist ein häufiges erstes Produkt, da sie keine Flasche braucht und Ihre Marke auf einer einfachen Banderole oder einem Karton tragen kann. Aufeinander abgestimmte Düfte bei Seife, Duschgel und Lotion geben auch einer kleinen Linie von Anfang an eine klare Identität.

Wer ist die verantwortliche Person bei Private-Label-Kosmetik?

Wer ein kosmetisches Mittel unter eigenem Namen oder eigener Marke in der EU in Verkehr bringt, gilt nach Artikel 4 Absatz 6 der EU-Kosmetikverordnung als verantwortliche Person. Das gilt auch für Händler mit eigener Marke.

Die verantwortliche Person muss sicherstellen, dass Sicherheitsbericht, Produktinformationsdatei und CPNP-Meldung vorliegen. Die Aufgaben können per schriftlichem Mandat übertragen werden; das sollte daher im Vertrag geregelt sein. Rechtsgrundlage: Verordnung (EG) Nr. 1223/2009 (EUR-Lex). Lassen Sie Ihren Markennamen eintragen, bevor Etiketten gedruckt werden; Kosmetik fällt unter Nizza-Klasse 3 (Amt der Europäischen Union für geistiges Eigentum (EUIPO)).

Wie werden Mindestmengen bei Private Label berechnet?

Mindestmengen bei Private Label hängen von der Chargengröße des Herstellers, der Mindestabnahme der gewählten Verpackung und der Druckauflage von Etiketten oder Faltschachteln ab. Sie stehen nach dem Briefing im Angebot, nicht als pauschale Zahl.

Die wichtigsten Faktoren:

  • Chargengröße: Eine Rezeptur wird in Chargen produziert; sehr kleine Mengen erhöhen die Stückkosten.
  • Verpackung: Flaschen, Tiegel und Verschlüsse aus dem Standardsortiment gibt es in kleineren Mengen als Sonderformen oder Sonderfarben.
  • Druck: Etiketten, Sleeves und Schachteln werden in Auflagen gedruckt; mehrere Produkte können ein Design teilen.
  • Unterlagen: Sicherheitsbericht und Meldung sind je Produkt nötig, unabhängig von der Menge.

Wer mit ein oder zwei Produkten startet, hält die erste Investition überschaubar. Wie sich die Kosten zusammensetzen, erklärt unser Private-Label-Ratgeber.

Private-Label-Kosmetik-Hersteller in Deutschland oder Spanien: was ist der Unterschied?

Rechtlich keiner: Ob in Deutschland oder Spanien produziert wird, es gilt dieselbe EU-Kosmetikverordnung, und Ware aus Spanien ist innerhalb der EU zollfrei. Unterschiede liegen bei Rezepturen, Rohstoffen, Kostenstruktur und Kommunikation.

Aus Andalusien kommen typische mediterrane Rohstoffe wie Olivenöl, Feige und Orangenblüte, die Ihrer Linie eine klare Herkunftsgeschichte geben können. Für den deutschen Markt müssen die Pflichtangaben auf dem Etikett in der Regel auf Deutsch stehen; Seda Pura stimmt die Texte mit Ihnen ab. Die Fertigung koordinieren wir mit Herstellern in Andalusien, die nach guter Herstellungspraxis (Artikel 8 der Verordnung 1223/2009) arbeiten.

Private-Brand-Kosmetik für GmbHs und Händler: wer trägt die Verantwortung?

Wer kosmetische Mittel unter eigenem Namen oder eigener Marke in der EU in Verkehr bringt, gilt nach Artikel 4 Absatz 6 der EU-Kosmetikverordnung als verantwortliche Person. Das betrifft GmbHs, Händler mit Eigenmarke und Einzelunternehmen gleichermaßen.

Die verantwortliche Person sorgt für Sicherheitsbericht, Produktinformationsdatei und CPNP-Meldung. Die Aufgaben können schriftlich auf einen Dienstleister übertragen werden; das gehört in den Vertrag. Rechtsgrundlage: Verordnung (EG) Nr. 1223/2009 (EUR-Lex). Eine GmbH ist dafür nicht vorgeschrieben, die Rechtsform wählen Sie selbst.

White-Label-Kosmetik oder eigene Rezeptur: welcher Weg passt?

White Label ist ein fertiges Produkt, das nur Ihr Etikett erhält. Bei Private Label wird das Produkt an Ihre Marke angepasst, etwa Duft, Textur oder Verpackung. Beide Wege lassen sich in einer Linie kombinieren.

White Label geht schneller, weil Rezeptur und Unterlagen schon vorliegen; dasselbe Produkt können auch andere Marken verkaufen. Private Label dauert länger, macht Ihre Linie aber unverwechselbarer. Welcher Weg passt, hängt von Budget, Zeitplan und Positionierung ab.

Private-Label-Seife aus Olivenöl: was gehört dazu?

Eine Private-Label-Olivenölseife wird durch Seifenbasis, Olivenölanteil, Duft, Form, Gewicht und Verpackung bestimmt. Als kosmetisches Mittel braucht sie dieselben Pflichtangaben, denselben Sicherheitsbericht und dieselbe Meldung wie eine Creme.

Verseiftes Olivenöl steht auf dem Etikett unter seinem INCI-Namen, zum Beispiel Sodium Olivate. Ein Seifenstück kann Ihre Marke auf einer Banderole, einer Schachtel oder als Prägung tragen, das hält die Verpackungskosten niedrig. Mehr zum Produkt: Olivenölseife.

Welche Unterlagen entstehen bei einem Private-Label-Projekt?

Ein Private-Label-Produkt braucht eine Rezeptur mit INCI-Liste, einen Sicherheitsbericht, eine Produktinformationsdatei, eine CPNP-Meldung und ein freigegebenes Etikett. Wer welche Unterlage aufbewahrt, regelt der Vertrag.

  • Rezeptur und INCI-Liste vom Hersteller
  • Sicherheitsbericht durch eine qualifizierte Sicherheitsbewertung (Anhang I der Verordnung 1223/2009)
  • Produktinformationsdatei, aufzubewahren 10 Jahre nach Inverkehrbringen der letzten Charge
  • CPNP-Meldung vor dem Verkauf (Europäische Kommission)
  • Etikett mit den Pflichtangaben nach Artikel 19
  • Gute Herstellungspraxis: harmonisierte Norm EN ISO 22716

Private-Label-Kosmetik im Online-Shop und auf Marktplätzen: was brauchen Sie?

Online-Shop und Marktplätze brauchen dieselben Produktinformationen wie das Etikett, dazu Bilder und Beschreibungen ohne unbelegte Werbeaussagen. Marktplätze verlangen oft Nachweise zur verantwortlichen Person und zur Meldung.

Werbeaussagen auf der Produktseite unterliegen denselben Regeln wie auf der Verpackung: Sie müssen wahr und nach Verordnung (EU) Nr. 655/2013 belegbar sein. Planen Sie Produkttexte und Etikett gemeinsam. Wer fertige Seda-Pura-Produkte weiterverkaufen möchte, findet alles unter Naturkosmetik-Großhandel. Für Märkte außerhalb der EU lesen Sie unseren Export-Ratgeber für Schweiz, UK und USA.

Stand: Oktober 2026Diese Seite bietet allgemeine Informationen zu Kosmetik und Handelspraxis. Sie ersetzt keine Rechts-, Steuer- oder medizinische Beratung.

FAQ

Häufige Fragen

Was kostet Private-Label-Kosmetik?

Die Kosten hängen von Rezeptur, Verpackung, Menge und den erforderlichen Unterlagen ab. Nach dem Briefing erstellen wir ein schriftliches Angebot.

Wie lange dauert ein Private-Label-Projekt?

Das hängt vor allem davon ab, ob eine bestehende Rezeptur genutzt wird und wie schnell die Verpackung verfügbar ist. Nach dem Briefing nennen wir Ihnen einen Zeitplan.

Gibt es Mindestmengen bei Private Label?

Ja, in der Regel. Sie hängen von Produktart, Verpackung und Hersteller ab und werden im Angebot genannt.

Kann ich meine eigene Kosmetik-Rezeptur mitbringen?

Das hängt vom Partner-Hersteller und von der Dokumentation der Rezeptur ab. Häufiger wird eine bestehende Basisrezeptur an Ihr Konzept angepasst.

Kann ich einen eigenen Duft entwickeln lassen?

Ja, eine eigene Duftvariante ist auf Anfrage möglich. Dafür wird die Sicherheitsbewertung angepasst, und Duftstoff-Allergene werden auf dem Etikett angegeben.

Wer gestaltet das Etikett meiner Private-Label-Produkte?

Ihr Designer, eine Agentur Ihrer Wahl oder wir stimmen es gemeinsam ab. Wir prüfen die Pflichtangaben – was draufstehen muss, zeigt unser Ratgeber zur EU-Kosmetikverordnung.

Wer ist die verantwortliche Person für meine Marke?

Die verantwortliche Person muss in der EU ansässig sein. Das kann Ihr eigenes Unternehmen sein oder eine im Vertrag vereinbarte Stelle. Die Möglichkeiten erklärt unser Private-Label-Ratgeber.

Kann ich Basisrezepturen vorher testen?

Ja. Auf Anfrage senden wir Muster passender Basisrezepturen, damit Sie Textur und Duft vergleichen können, bevor Sie sich festlegen.

Gehört die Rezeptur exklusiv meiner Marke?

Das hängt davon ab, ob eine Rezeptur für Sie entwickelt oder eine bestehende Basis genutzt wird. Exklusivität wird vertraglich vereinbart.

Kann ich eine Private-Label-Linie mit nur einem Produkt starten?

Ja, viele Marken beginnen mit ein oder zwei Produkten, etwa einer Gesichtscreme oder einem Duschgel. Mindestmengen je Produkt nennen wir auf Anfrage; bei der Planung hilft der Private-Label-Ratgeber.

Wie wird die Qualität bei Private-Label-Kosmetik geprüft?

Die Herstellung in der EU muss der guten Herstellungspraxis folgen (Artikel 8 der Verordnung 1223/2009). Sie geben Muster vor der Produktion frei, und jede Charge ist über ihre Chargennummer rückverfolgbar.

Muss ich Private-Label-Kosmetik aus Spanien importieren und verzollen?

Nein, innerhalb der EU gibt es keinen Import im zollrechtlichen Sinn und keine Zölle. Für Lieferungen zwischen Unternehmen gelten die Regeln der innergemeinschaftlichen Lieferung.

Kann ich Private-Label-Kosmetik bei Amazon verkaufen?

Ja, wenn die Produkte gemeldet und korrekt gekennzeichnet sind. Amazon und andere Marktplätze haben eigene Anforderungen an Unterlagen, die vor dem ersten Angebot geprüft werden sollten.

Eignet sich Private Label für Beauty- und Wellness-Betriebe?

Ja, Kosmetikstudios, Spas und Wellnesshotels nutzen Private Label für Behandlungen und den Verkauf an Gäste. Der Betrieb wird dann in der Regel verantwortliche Person für seine Marke.

Brauche ich eine GmbH für eine eigene Kosmetikmarke?

Nein. Sie brauchen ein Unternehmen, das als verantwortliche Person auftritt oder eine benennt und in der EU niedergelassen ist; die Rechtsform ist frei.

Kann ich mit White-Label-Kosmetik starten und später eine eigene Rezeptur entwickeln?

Ja. Viele Marken starten mit bestehenden Rezepturen und passen Produkte an, sobald der Absatz steht. Eine neue Rezeptur braucht einen eigenen Sicherheitsbericht und eine eigene Meldung.

Was muss auf dem Etikett einer Private-Label-Seife stehen?

Unter anderem Name und Anschrift der verantwortlichen Person, Nenngewicht, Haltbarkeitsangabe, Chargennummer, Verwendungszweck falls nicht offensichtlich, Vorsichtshinweise und die Liste der Bestandteile (Artikel 19).

Liefern Sie Private-Label-Kosmetik in die Schweiz oder nach Großbritannien?

Anfragen prüfen wir je Projekt, eine Liefergarantie gibt es nicht. Beide Länder haben eigenes Kosmetikrecht; Details im Export-Ratgeber.

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